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11
Aug
2011

Innovatives Webdesign setzt auf “weniger ist mehr”!

In der Modewelt hat man ja oft das Gefühl, alles wiederholt sich. Zwar bemühen sich PR und Marketing jedes Jahr aufs Neue, mir eine Jeans als neues Produkt zu preisen, jedoch sind wohl bei ehrlicher Betrachtungsweise Schnitt und Farben bei Jeans begrenzt. Keine Angst, ich will hier nicht unter die Modeschöpfer gehen oder einen Style-Blog eröffnen, der Punkt ist ein anderer: Wiederholt sich alles, oder gibt es tatsächlich Neuerungen, die beachtenswert sind?

Das Internet neu erfinden

Gerade in der Internetbranche gilt dies wohl (noch). Twitter, Facebook oder Google. Wirklich lange, im Sinne von Jahrzehnten, gibt es diese Unternehmen nicht. Selbst das Internet, manch eine Generation kann sich das kaum vorstellen, gibt es noch nicht ewig. Was hat das nun alles mit unserer kleinen Internetagentur in Bochum zu tun? Ganz einfach: Schauen wir uns das Webdesign im Zuge der Zeit an, stellen wir elementare Dinge fest. Und auch wir haben, so hoffen wir doch, Fortschritte gemacht. Ich wage zu behaupten:

1. Das Webdesign ist innovativ, es unterliegt nicht einer Mode, sondern hat sich mit den technischen Möglichkeiten fortentwickelt.

2. Trotzdem kann man Trends ausmachen. Allgemein gilt: Je übersichtlicher, desto besser.  Usability ist hier das Zauberwort.

3. Zwar geht immer mehr, doch ein immer mehr ist nicht wünschenswert.

4. Wir werden nicht in fünf Jahren wieder anfangen auf Altes zurückzugreifen, sondern das Webdesign weiterentwickeln. Und vor allem:

5. Es wird uns noch geben. Baukästen für Homepages, die jeder erstellen kann, sind nett, aber weder schön, noch individuell genug.  Sie können malen, haben aber keine Bilder von sich in Ihrer Wohnung? Sie können eine Tapete an die Wand kleistern, haben aber bei Ihrer letzten Renovierung einen Tapezierer bestellt? Sie merken schon, worauf ich hinauswill….

Neue Homepagelösungen braucht das Land

By the way: Einige Firmen sind im Netz noch mit Ihrern alten Homepagelösungen aus den frühen 00er Jahren unterwegs. Auch schon einmal darüber gestolpert.? Erst dann wird einem bewusst, wie grobschlächtig damals gearbeitet werden musste. Einige meiner persönlichen Lieblingselemente, die (Gott sei Dank!) nur noch selten zu finden sind:

1. Sich drehende Dübel, Farbeimer, Schraubenzieher oder Bohrmaschinen. Dynamik wurde gern über diese Spielereien erzeugt. Aus heutiger Sicht wirkt das irgendiwe albern. (War es das damals nicht insgeheim auch schon? Siehe .gif-Dateien)

2. Farbflächen: Ach wie schön. Das Unternehmenslogo beinhaltet rot, machen wir doch gleich den kompletten Hintergund der Site rot. Grausam und oft gesehen. Auch der Spiegel fing so mal an.

3. Drop-down ist was für Australien: Statt einer einfachen und übersichtlichen Menüstruktur, waren unendlich lange, bis zur untersten Untereinheit aufgesplittete Menüs ganz im Trend. Auf den einzelnen Unterseiten konnte man dann zwar nicht viel erfahren, weil der Content schlicht fehlte, gemacht wurde es trotzdem.

4. Eine Welt, ganz ohne Overlays. Alles war auf Unterseiten, man hatte die praktischen Overlays noch nicht im Blick. Statt Übersicht zu schaffen, boten viele Websites Orientierungslosigkeit.

Innovativ und zukunftsfähig: Auf das Webdesign von Morgen!

Zusammennfassend bleibt zu sagen: Es war nicht alles schlecht damals, aber die letzten Jahre haben gerade im Webdesign schon Möglichkeiten geschaffen, die ich nicht missen will. Freilich, eine Jeans bleibt eine Jeans und eine Website bleibt eine Website. Das Internet können auch wir nicht neu erfinden, aber das behaupten wir im ja auch nicht.

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